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28. Juli 2018

Burg Parsberg

Wahrzeichen und Blickfang der Stadt ist die "Burg". Die im Jahr 1205 urkundlich erstmals erwähnte romanische Anlage wurde im Jahr 1314 von Herzog Ludwig in einem Rachezug erobert und niedergerissen. Um 1450 hat Ritter Hans von Parsberg "gemacht die dicke maur umb das Schloß und en neuen Thurm und angehebt den neuen Graben und die Mauern um den Perg zu Parsberg". Von dieser mittelalterlichen Burg sind nur noch Reste auf der Höhe des Schlossfelsens erhalten, nachdem sie im Dreißigjährigen Krieg durch schwedische Truppen zerstört worden ist. An die Ruine schließen sich nach Süden das um die Mitte des 15. Jahrhunderts errichtete "Obere Schloss" mit den beiden charakteristischen Rundtürmen (1. Hälfte des 16. Jahrhunderts) sowie das "Untere Schloss" (nach 1560) an.

Dass Parsberg nach 1803 Verwaltungs- und Gerichtsmittelpunkt wurde, verdankt es letztlich dem Rittergeschlecht, dessen geräumiges Schloss den Behörden bis zur Landkreisauflösung 1971/72 und später dann noch von 1974 bis 1980 auch der Stadtverwaltung genügend Platz bot. War das Bauwerk 1934 einer gründlichen Renovierung unterzogen worden, so erfolgte in den 1980er Jahren der Ausbau "Oberer" und "Unterer" Burg durch die Stadt und die örtlichen Vereine. Mit der 1983 durch die Volkshochschule Parsberg wieder aufgenommenen "Freilicht"-Theatertradition ist man dem Ziel, die Burg mit neuem Leben zu erfüllen, einen ersten Schritt näher gekommen.

Am 25.5.1985 konnte dann, als zweiter Schritt, nach vierjähriger Vorbereitungs- und intensiver Aufbauarbeit in den geschichtsträchtigen Räumen der Burg ein erster Abschnitt des umfangreichen "Parsberger Heimatmuseums" der Öffentlichkeit übergeben werden. In den letzten Jahren wurde das Museum bedeutend erweitert.